Bienen – nicht nur süßer Honig

In den letzten Jahren sind Bienen weltweit in den Focus der Aufmerksamkeit gerückt. Sicher auch wegen des Honigertrages, aber auch wegen des Bienensterbens durch Milben und schädliche Spritzmittel. Die Bestäubung der Blüten ging zurück. In manchen Ländern musste sie von Hand mit Wattestäbchen erfolgen, weil die Bienen fehlten. Österreich ist davon noch nicht betroffen, wenngleich ein Rückgang der Bienen zu bemerken ist.

In einem „Unterwegs in Österreich“ aus dem Landesstudio Oberösterreich zeigt Erich Pröll, welchen Nutzen die Bienen haben. Dass Honigbienen seit rund 6000 Jahren von Menschen gehalten werden und als Honiglieferanten dienen, ist nur eine Facette. Fritz Gallistl, Imkermeister im Landesverband für Bienenzucht Oberösterreich, erzählt und schildert Faszinierendes aus der Welt der Honigbiene.

Der Film dokumentiert das Leben der Biene, wie sie Honig sammelt, Waben baut und die Regeln der Bienenvölker. Dargestellt werden die Bienenkönigin mit ihrem Hofstaat, die Wächterinnen am Stock-Eingang und die rund 60.000 Arbeiterinnen bei der Brutpflege, bei der Betreuung der Larven, beim Verschließen der Zellen mit Propolis und bei ihrem Schwänzeltanz, bei dem sie den anderen Bienen mitteilen, wo und wie viel Nektarertrag zu finden ist. Und dann sind da noch die Drohnen, die nach vollzogener Begattung der Königin aus dem Stock geworfen werden.

Ein Drittel unserer Lebensmittel gäbe es nicht ohne die Bestäubung durch die Bienen und zwei Drittel der Nahrungsmittelpflanzen sind von der Bestäubung abhängig. Und nicht nur die Honigbiene, auch die anderen, 689 heimischen Wildbienen, die keinen Schwarm bilden, sondern solitär leben haben einen ähnlich hohen Stellenwert. Oberösterreichs Bienenexperte, der Leiter des Biologiezentrums in Linz, Mag. Fritz Gusenleitner, erklärt die Welt der Wildbienen, Hummeln und Hornissen. Volksschulkinder zeigen, wie Insekten-Hotels entstehen und besiedelt werden.

Es werden einige Imker begleitet – bei der Betreuung der Bienenvölker, bei der regelmäßigen Kontrolle, in die Au zur Blüte der ersten Frühlingsboten, in die Bienenhütte am Waldrand oder sogar zu Bienen im Stadtgebiet von Linz. Am Rathaus, am Mariendom, am „Ars Electronica Center“ und am Musiktheater existieren Bienenstöcke. Der Honigertrag ist erstaunlich.

Seit mehr als 29 Jahren wird in Peilstein im Oberen Mühlviertel bei der Familie Hüttner Bienenluft geatmet. Es bringt Linderung und Wohlbefinden für Kurgäste. Die heilende Wirkung von Produkten, die die Bienen erzeugen, wird immer besser erforscht.

Schließlich wird die Gewinnung von Honig gezeigt – das Schleudern. Ein starkes Bienenvolk schafft an einem Tag bis zu drei Kilogramm Blütenhonig und über sechs Kilo Waldhonig. Produkte aus dem Honig, wie Met, der Honigwein und die Verarbeitung des Bienenwachses sind weitere Themen aus der faszinierenden Welt der Bienen.

„Bienen – nicht nur süßer Honig“

„Unterwegs Österreich“ am Sonntag, 18. März um 16.30 Uhr in ORF 2.

Eine Produktion des ORF Landesstudio Oberösterreich.

Gestaltung: Erich Pröll
Kamera: Erich Pröll
Schnitt: Jutta Anna Wirth

Foto: Imkermeister Fritz Gallistl mit Erich Pröll vor einem Bienen-Schaustock.

Unser liebes Federvieh

Von Hühnern, Enten und Gänsen

Unterwegs in Österreich – auf ORF2 aus dem ORF Landesstudio OÖ.
Von Erich Pröll

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Unsere heimischen, gefiederten Mitbewohner – die Hühner, Enten und Gänse, sind immer mehr in den Mittelpunkt gerückt, da die Herkunft der Eier, der Brathendln und Martinigansln für viele nicht nachvollziehbar waren und die Konsumenten nicht mehr wollten, dass sie Eier und Geflügel möglicherweise aus Massentierhaltungen aus dem Ausland vorgesetzt bekommen. Die Nachfrage nach heimischer Zucht wurde immer größer und so haben manche Landwirte eine Marktnische versucht und es läuft, bzw. watschelt gut mit den Enten, Gänsen und den Hühnern.

 

Sie sind „Unterwegs in Oberösterreich“ – die Weidegänse. Egal ob das Ei oder die Gans zuerst da war, die Gänseeier werden jedenfalls pünktlich ausgebrütet – in der Brutstation von Alois und Rosemarie Maringer. Vom Frühling bis zum Herbst kommen sie jeden Donnerstag zur Welt – 2500 Gänseküken, die Gössel. Die Eier liegen 31 Tage in den Brutkammern und dann ist es soweit – ein süßes, flauschiges Gewusel kämpft sich aus der Eischale. Ihr weiteres Leben findet auf der Weide von Heidi Hebesberger statt – no na net, es sind ja auch Weidegänse. Ein herrliches Leben, das abrupt zu Martini endet. Beim Ganslessen im November wird ausgeschnapst, wer die Zeche zahlt.

 

700 Hühner legen 700 Eier jeden Tag bei der Familie Lugmayr. Sie laufen durch ein Rohr unter der Gemeindestraße vom Stall  auf die Weide. Glückliche Hühner, die köstliche Eier legen. Unterschiedlich ist der Charakter und das Verhalten der Hendln. Die einen sind eifrig, eilen auf die Wiese, zupfen am Gras, stellen sich wie Musterschüler an, um in den Legekästen ihr Ei zu legen und gackern voll Begeisterung, weil es wieder gelungen ist. Andere wiederum sind die Genießer, die sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie buddeln in der Abendsonne in der staubigen, warmen Erde und vergessen dabei ganz, wieder in den Stall zum Übernachten zurückzukehren, verpassen den „letzten Bus“ und die Tür schließt sich automatisch. Wenn der Fuchs den Zaun nicht überwinden oder untergraben kann, dann sehen diese Hennen als erste den Sonnenaufgang.

 

25 Eier auf einmal, das schaffen die Strauße des Franz Gugler, denn soviel wiegt ein Ei der über zwei Meter großen Vögel, die in Gramastetten gezüchtet werden. 20 Stück dieser stolzen Tiere leben hier auf der Weide und sie sind robust und das ganze Jahr im Freien. Wie ein Wesen aus dem Jurassic Park wirken sie, wenn man die Füße betrachtet. Es sind die einzigen Vögel mit zwei Zehen. Kuscheltiere sind sie nicht und ein ausgewachsenes Männchen, das bis zu 150 Kilo schwer wird, kann sein Revier schon heftig verteidigen.

 

Die Laufenten von Helga Aschauer watscheln mit langem Hals und stolz erhobenen Kopf über die Wiese, vernaschen mit Vorliebe Schnecken und wirken wie eine eingeschworene Truppe im Gänsemarsch – obwohl sie doch Enten sind. Wie frisch vom Friseur sehen die Seidenhühner von Simon Infanger aus, sie haben eine ganz besondere Federpracht am Kopf.

 

Zusätzlich zu den bunten Enten, Gänsen und Kranichen im Teich von Thomas Lifka, den faszinierenden Puten, dem stolzen Hahn mit seinen Hennen am Bauernhof und den prämiierten Gefiederten bei der Leistungsschau, wird ein Seitenblick auf unsere gackernden Hühner, auf die watschelnden Enten und die schnatternden Gänse geworfen, auf „Unser liebes Federvieh“. Die flatternde Viecherei aus dem Landesstudio OÖ. ist zu sehen in einem „Unterwegs in Österreich“, am Samstag, 12.November um 16.30Uhr in ORF2.

 

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AZOREN – Tanz um den Vulkan

dji_0007Seit 2014 arbeitete und drehte das Proell-Filmteam am neuen Universum Film „Azoren – Tanz um den Vulkan“. Eine internationale Produktion, im Auftrag von ORF, ARTE, NDR und National Geographic USA. Diese Produktion wurde erstmals im Format 4K/5K gedreht (=4x HD Qualität). Im Team war einer der besten Unterwasser-Fotografen und Filmer, der Portugiese Nuno Sá, der schon in allen Weltmeeren großartige Szenen drehte. Jutta Anna Wirth, eine versierte Taucherin und Kamera-Frau lockte die Blauhaie an und hielt den Kameramännern den Rücken frei, wenn die Haie zu neugierig wurden. Erich Pröll als Produzent und Regisseur war auch täglich mit der Kamera im Einsatz. Erstmals mit professioneller 4K Kamera im Unterwassergehäuse-Prototyp von Subal in Steyr/OÖ.

Kamerateam: Jutta Anna Wirth, Nuno Sá und Erich Pröll

 

Thema sind die 9 Inseln der Azoren inmitten des atlantischen Ozeans. Die Natur, die Tierwelt auf den Inseln, die Lava-Höhlen ober und unter Wasser sind im Film zu erleben. Küstengewässer und ihre Bewohner, Unterwasserberge, die aus 4000 Metern Tiefe bis nahe zur Oberfläche aufsteigen und um die sich große Fischschwärme, Mantas und Haie versammeln, wo riesige Zackenbarsche leben und Walhaie ziehen, dies alles und noch viel mehr ist im neuen Universum zu sehenl. Vor allem beeindruckend sind die Pottwale, Finnwale und Blauwale, die schwarzen Killerwale und Blauhaie, die einen Thunfisch vor der Kamera verschlingen.

 

Es brauchte sehr viel Zeit, Geduld und auch Glück, eine Pottwalmutter mit Jungen aufzuspüren und zu filmen, meterlange Salpen oder die äußerst giftige Porugiesische Galeere mit ihren 20m langen Nessel-Tentakeln, die bis ins letzte Detail gefilmt wurden.

 

Eine große Besonderheit im Film ist der Tiefenabstieg mit dem U-Boot Lula 1000. Die Deutschen Kirsten und Joachim Jakobsen leben auf der Insel Fajal in Horta. Sie haben das U-Boot gebaut und für Erich Pröll war es ein absoluter Höhepunkt in seinem 49 jährigen Taucherleben, mit in die Tiefe bis auf 1000 Meter fahren zu dürfen und dies auch zu filmen. Es wurden Tiere erlebt und gefilmt, die noch kaum jemand gesehen hat. Es waren schon mehr Menschen im Weltraum als in 1000 Metern Tiefe im Atlantik. Erich Pröll durfte dies erleben.

 

 

 

 

 

Bis zum Ende der Welt – Tauchen in China

china_9-sTeil 4 von YIN YANG – Abenteuer China

Dieser Teil der China-Expedition stand unter der Leitung von Erich Pröll. Seine Freunde und Teilnehmer der Südchina-Tour, Volker Raus und Thomas Hackl kauften Erich Pröll zu seinem Geburtstag ein Ticket für die Bahnfahrt bis ans südliche Ende Chinas, nach Hainan, zum chinesischen Meer. 450 Kilogramm Gepäck – Tauchausrüstung, Kompressor, Unterwasser-Kamera etc.- wurden teils mit Lastwagen und vor allem mit der Eisenbahn transportiert. Eine logistische Meisterleistung, da mit kaum jemand gesprochen werden kann, weil niemand englisch verstand. Das Geburtstagsgeschenk waren dann 2.500 km und 40 Stunden Bahnfahrt bis ans „Ende der Welt“ – so steht es auf dem Felsen eingemeißelt, am Ufer des Meeres. Perlenfarmen wurden unter Wasser erkundet und mit einer abenteuerlichen Dschunke für ein paar Tage weit aufs offene Meer gesegelt, um bei vorgelagerten Inseln zu tauchen. Wie sich später herausstellte, war es ein streng geschütztes Militärgebiet. Aber keiner hat´s gemerkt.

 

Buch und Regie: Erich Pröll und Volker Raus
Kamera: Erich Pröll
Aktuelle Bearbeitung: Erich Pröll, Jutta Anna Wirth

 

Je weiter einer hinausgeht – Rafting und Parafliegen in China

china_4-sTeil 3 von YIN YANG – Abenteuer China

Diese Tour in das tibetische Hochland zu den Yak-Nomaden und die Erst-Befahrung des Oberlaufes des Jangtsekiang, des Gelben Flusses fand unter der Leitung von Horst Maas statt, der bereits viele Abenteuer auf allen Kontinenten bestanden hat. Er hat den Blauen Nil und den Uomo Fluss in Äthiopien bezwungen, sprang in Alaska mit Fallschirm und Schlauchboot ab, um eine Fluss-Erstbefahrung zu wagen, war mit Schlittenhunden im Himalaya unterwegs und bestritt mit seinen Huskies die größten Schlittenhunde-Rennen. Viele weitere Expeditionen dokumentierte Horst Maas in seinen Büchern und TV-Filmen. Die Linzer Volker Raus, Claus Muhr und Erich Pröll bildeten das Team mit Horst Maas. In 4000 Metern Höhe wurde die Yak-Nomaden in ihren Zeltlagern besucht, es wurden Panda Bären erlebt, die Seiden-Stickerei bewundert und der Alpin-Spezialist Helmut Putz aus Bad Goisern, der zum Team stieß, machte die ersten spektakulären Gleitschirm-Flüge in China. Die waghalsige Fahrt mit dem Wildwasser-Boot am Jangtsekiang bildete den gefährlichen Höhepunkt dieser Nordchina-Expedition.

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Buch und Regie: Erich Pröll und Volker Raus
Kamera: Erich Pröll
Aktuelle Bearbeitung: Erich Pröll, Jutta Anna Wirth

 

 

 

Die Akteure von damals bei einem Treffen 2016 in Linz:

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vlnr.: Volker Raus, Erich Pröll, Horst Maas und Claus Muhr

Wir eingesperrten in der Nacht – Höhlenforschen und Höhlentauchen in China

china_7-sTeil 2 von YIN YANG – Abenteuer China

Die Oberösterreicher Erich Pröll, Volker Raus und Thomas Hackl fahren mit dem Zug durch die Provinz Guizhou. Die Provinz mit ihren hoch aufragenden Gesteinskuppen aus Kalk ist dünn besiedelt und zwischen den bewachsenen Felsen sind die Reisfelder angelegt. Abgelegene Dörfer werden besucht und die Menschen, die dort leben. Immer wieder sind Höhleneingänge zu finden, sie führen in den Untergrund. In die Hölle und zu den Geisern, wie die Chinesen es glauben. Daher sind die meisten Höhlen in diesem Gebiet unerforscht, von denen es etwa 600 gibt. Das Team aus Österreich entdeckt Tropfsteinhöhlen, die durch enge Gänge erreicht werden und die sich zu riesigen Hallen öffnen. Mit dem Gleitschirm startet Erich Pröll hoch über den Reisfeldern und mit der Helmkamera werden die Luftaufnahmen gemacht. In Sichuan werden in einer großen Halle die Zutaten für die chinesischen Medizin entdeckt – getrocknete Seepferdchen, Kröten und Schlangen und tausende andere „Arzneien“ und im Behandlungsraum nebenan wird die Akkupunktur zelebriert. Schließlich geht es mit chinesischen Freunden zum Höhlentauchen und nach dem Durchtauchen eines kurzen Siphons wird Neuland entdeckt. Die Team-Mitglieder sind die Ersten, es gab dort bisher noch keine Höhlentaucher – also Erst-Entdeckung.

 

Buch und Regie: Erich Pröll und Volker Raus
Kamera: Erich Pröll
Aktuelle Bearbeitung: Erich Pröll, Jutta Anna Wirth